Der neue schnelle RAM


DIMMs

Der meistbenutzte RAM-Typ ist SDRAM. Es gibt ihn als 64 Bit breite Module, die DIMMs heissen.

Sie haben eine Steckerleiste mit 168 Kontakten und passen nur auf neuere Motherboards.

Da die Module 64 Bit breit sind, braucht man sie einzeln einbauen (siehe vorherige Seiten). Es gibt Module mit unterschiedlichen Kapazitäten (je 8, 16, 32, 64, 128 oder 256 MB) und Geschwindigkeiten (6, 8, 10, 12 ns Zugriffszeit). Meist hat man drei DIMM Steckplätze auf dem Board.

Der Vorteil des SDRAM ist die hohe Geschwindigkeit. Sie erlaubt es, den RAM mit höherer Systembus-Geschwindigkeit zu betreiben. Alten 60 ns EDO-RAM konnte man höchstens mit 75 MHz Systembus-Takt betreiben, während SDRAM mit mindestens 100 MHz funktioniert. Ausserdem läuft SDRAM synchron mit dem Systembus was die Leistung erhöht.

Alle neuen Chipsätze können SDRAM benutzen. Manche Motherboards können sowohl SIMMs als auch DIMMs aufnehmen. Die Idee ist, dass man zwischen EDO-RAM in den SIMM-Steckplätzen und SDRAM in den DIMMs wählen kann. Man sollte nicht beide Arten gleichzeitig betreiben, obwohl dies auf manchen Boards funktioniert.


Ein 64 MB DIMM-Modul mit 32 Chips von je 16 MBit (32 x 16 MBit / 8 bit = 64 MByte).

Es ist besser, die neueren 64 MB-DIMMs zu nutzen, die mit 8 Chips von je 64 MBit bestückt sind.

 


Schnellerer RAM

Intel hat die Leistung des Prozessors in den letzen zehn Jahren um den Faktor 200 erhöht. Das ist viel. Allerdings hat sich die Leistung des Arbeitsspeichers in der gleichen Zeit nur um den Faktor 20 erhöht.

Man kann nur hoffen, dass neue RAM-Typen entwickelt werden, die das ganze Potential aus dem Prozessor herausholen.

PC100 RAM

Der erste Versuch den RAM zu beschleunigen war der PC100- Standard von Intel. Mit Chipsätzen wie dem BX wurde der Systembus-Takt auf 100 MHz erhöht. Nur schnelle SDRAM-Module mit 8 ns Zugriffszeit können da mithalten. Dafür liest man manchmal auch die Bezeichnung "125 SDRAM".

SPD

Die neuen DIMM-Module entahlten einen EPROM-Chip der Informationen über den RAM speichert. Den kleinen achtbeinigen Chip nennt man SPD (Serial Presence Detect). Die Idee: Das BIOS liest die Information aus dem SPD und kann dann automatisch den Systembus optimal auf den RAM einstellen, damit CPU und RAM möglicht effizient kommunizieren.

Es gibt ein Programm, das den Inhalt des SPD testet. Sie finden es auf der c't Homepage. Es funktioniert mit Intel-Chipsätzen die eine 82371 South Bridge haben, z.B. der BX und der GX.

Ein weiteres Programm heisst DIMM_ID.


PC133

PC133-RAM arbeitet mit 133 MHz. Die ersten Module (von Corsair, Juni 1999) nutzen 7.5 ns Chips von Micron.

VIA unterstützt den PC133 RAM mit einer neuen Version ihres Apollo Pro Plus Chipsatzes (693A). Sie haben vor, PC266 DDR RAM (Double Data Rate) zu unterstützen.

Intel will den BX2 Chipsatz herausbringen der ebenfalls PC133 unterstützt. Auch AMD's K7 Athlon ist in einigen Versionen ebenfalls bereit für PC133-RAM.


Rambus RDRAM

Da die CPUs in zehn Jahren 200 mal schneller geworden sind, der RAM aber nur 20 mal schneller, braucht man noch schnellere neue RAM-Typen. Aber welche ?

Rambus (und Intel)

Intel will schon bald den sogenannten Rambus RAM (RDRAM oder nDRAM) einsetzen. Das ist eine neue Technologie die von einer amerikanischen Firma an die Chiphersteller für 2 Prozent Lizenzgebühr verkauft wird. AMDs K7 Athlon beispielsweise unterstützt diese Technologie.

RDRAM ist aus dem traditionellen DRAM entstanden, indem die Architektur optimiert wurde: Die Daten werden nun in Paketen gelesen, bei einer sehr hohen Taktfrequenz.

Die Module sind nur 16 Bit breit arbeiten jedoch mit 800 MHz, und bald auch mit mehr als einem Gigahertz. Alle RAM-Steckplätze müssen voll belegt sein; das ist eine Neuerung. Man muss leere Module in unbenutzte Slots stecken

Die RDRAM Chips müssen sehr nah an der CPU sitzen um Störungen in der Übertragungsstrecke zu mindern.

1999 scheint es, als habe Intel Probleme mit der Rambus Technologie. Man setzt daher zunächst auf den PC133-Standard.


DDRAM

Eine weitere interessante Variante ist DDR RAM (nicht die DDR). DDR steht für Double Data Rate - also Doppelte übertragungsrate. Es ist eine Technologie die Daten auf beiden Seiten eines Taktsignals überträgt.

Alle grössen Hersteller ausser Intel stehen hinter DDR-SDRAM. Es wird billiger sein als Rambus bei gleicher oder besserer Leistung.

Ein Vergleich der Übertragungsrate

RAM-Typ

Übertragungsrate

SDRAM 100 MHz

100 MHz X 64 bit= 800 MB/Sek

SDRAM 133 MHz

133 MHz X 64 bit= 1064 MB/Sek

DDRAM 100 MHz

2 X 100 MHz X 64 bit= 1600 MB/Sek

DDRAM 133 MHz

2 X 133 MHz X 64 bit= 2128 MB/Sek

RDRAM 800 MHz

800 MHz X 16 bit= 1600 MB/Sek