Natürlich besteht ein PC nicht nur aus einer CPU (Central Prozessor Unit), aber sie ist eine der wichtigsten Bauteile. Sie ist eine der Elemente, neben Ram und HDD, welche die Leistungsfähigkeit eines Computer ausmachen. Der Marktführer der Prozessorhersteller und Entwickler ist, trotz Konkurrenz durch den AMD Athlon oder den PowerPC von IBM/Motorola, noch immer die Firma INTEL. Kurz zusammengefasst kann man hier die Entwicklungsstufen der Intel CPU nachvollziehen:
Im Jahre 1981 brachte die Firma IBM den ersten PC (Personalcomputer) auf dem Markt. Die Firma Intel rüstete ihn mit dem Prozessor 8086 aus. Dieser Prozessor war der Grundstein für alle weiteren Prozessorgenerationen. So kamen im Laufe der Jahre der 80286, der 80386 und der 80486 auf dem Markt. Jeder Prozessortyp war eine Weiterentwicklung und steigerte die Leistung eines PC immer mehr. Da alle oben genannten Prozessoren nicht mehr auf dem Markt sind, wollen wir auch gar nicht auf die einzelnen Details eingehen.
Alle aktuellen Prozessoren der Firma Intel beinhalten in ihrer Produktbezeichnung das Wort Pentium. Der Nachfolger des 80486 hieß nicht etwa 80586, sondern Pentium. Angelehnt ist dieser Name an das griechische Penta (fünf). Hieran erkennt man, dass der Pentium der Nachfolger des 80486 ist.
Die Leistung wurde gegenüber dem 80486 erheblich gesteigert. Als Beispiel sei kurz erwähnt, dass der Pentium bei Gleitkommaoperationen bis zu siebenmal schneller ist als der 80486. Diese Geschwindigkeit kann allerdings nur bei einer entsprechenden Programmierung des Prozessors voll genutzt werden. Im Gegensatz zum 486er besitzt der Pentium die doppelte Datenbusbreite von 64 Bit und eine Taktfrequenz von bis zu 200 Mhz.
Durch die enorme Verbreitung von Multimedia Anwendungen hat Intel einen Prozessor mit sogenannten Multi-Media_eXtension entwickelt. Der MMX ist um mindestens 10-20% schneller als vergleichbare Pentium. Bei reinen Multimedia Anwendungen lassen sich sogar Geschwindigkeitsvorteile von bis zu 60% messen. Ebenfalls wurde der interne Cache- Speicher auf der CPU auf 32KB erweitert. So kann der Prozessor auf viel mehr Daten und Befehle direkt zugreifen. Er muss nicht mehr warten, bis die Daten vom langsameren Hauptspeicher gelesen werden.
Der Pentium II war eine neue Prozessorgeneration. Er wurde in einer sogenannten Single Edge Contact Kasette geliefert. Diese Kasette ermöglicht die Integration des Prozessors mit dem Second-Level Cache. Durch Erhöhung der Taktfrequenz auf bis zu 400 Mhz wurde die Ausführungsgeschwindigkeit nochmals erhöht.
Der Intel Celeron Prozessor entspricht in wesentlichen Zügen dem Pentium II. Der einzige Unterschied zum normalen Pentium II besteht darin, dass sich auf dem Prozessor kein Second Level Cache, sondern "nur" ein 256 KB großer Cache befindet. Durch den Wegfall des "zweiten" Cache Speichers ist der Celeron jedoch deutlich günstiger als der Standard Pentium II.
Die Weiterentwicklungen zum Pentium III sind nicht so gravierend wie zum Pentium II. Gerade für Internet und Multimedia Anwendungen wurden neue leistungsfähigere Befehle integriert. So sollen diese Befehle die Verarbeitung von Animationen, Sprache und Video beschleunigen. Die ersten Modelle des Pentium III wurden mit 450 Mhz getaktet. Die Schallmauer von 1 GHz wurde bald durchbrochen.
Der P4 zeichnet sich durch optimierte Leistungseigenschaften zur Unterstützung modernster Technologien wie digitale Bild- und Videobearbeitung oder Online- Spiele aus, die selbst bei höchsten Anforderungen eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit sichern. Die ersten Modelle des Pentium 4 wurden mit einer Taktfrequenz von 1,3 - 1,5 GHz angeboten. Mittlerweile gibt es Pentium 4 Prozessoren mit über 3 GHz. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die 4(oder mehr)GHz "Hürde" durchbrochen wird.
Ein Vorteil des Pentium ist die Kompatibilität zu den
Vorgängern. Der Befehlssatz, die Register und die Adressierungsarten sind
genauso aufgebaut wie beim 8086, 80286, 80386 und 80486. Somit lassen sich Programme,
die für den 80286 entwickelt wurden, auch auf dem Pentium 4 ausführen.
Bestehende Softwarebestände können so weiterhin genutzt werden.